Das Min in Minth

Die eine Hälfte von Minth stellt sich vor.

Liebe Mina, was ist dein Background und weshalb bist du jetzt ein Teil von Minth?

Ich habe einen Bachelor in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und einen Master in Afrikawissenschaften studiert. Neben dem Studium habe ich aber bereits angefangen, als freie Redakteurin und Social Media Managerin für Klima- und entwicklungspolitische Themen zu arbeiten. Meine Artikel oder Posts habe ich oft mit Fotos begleitet. Mein ehemaliger Chef hat mir dann seine erste Kamera ausgeliehen und damit bin ich immer tiefer in die Materie eingestiegen. Heute arbeite ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestag und arbeite weiterhin frei: Als Redakteurin, Social Media Managerin, Beraterin in der Entwicklungszusammenarbeit und eben auch als Fotografin: Für den kreativen Ausgleich.

Wie, glaubst du, hilft dir dieser Background beim Fotografieren?

Ich komme aus einer redaktionellen sowie entwicklungspolitischen, aber auch kreativen Ecke. Der redaktionelle Hintergrund hilft mir zu sehen, was wirklich wichtig ist, hat mich gelehrt, den Blick aufs Wesentliche zu schärfen. Meine Arbeit zu Ethik und Entwicklungszusammenarbeit und dem Hinterfragen der eigenen Position sind ganz zentral fürs Fotografieren. Menschen haben persönliche Grenzen, möchten manchmal nicht abgelichtet werden. Fotos haben viel Macht, sie können Stereotype reproduzieren oder sie andererseits abbauen, wenn man gute Bilder macht. Letzteres ist mein Ziel und meine wissenschaftliche Arbeit hat hilft mir deshalb enorm beim Fotografieren. Ethik und Respekt vorm Subjekt sind nicht von der Fotografie zu trennen und haben eine enorme Auswirkung auf das Endprodukt. Naja, und zum kreativen Teil muss ich wohl nicht viel sagen. 🙂

 
Und weshalb bist du jetzt ein Teil von Minth?

Thilo und ich haben uns vor sechs, sieben Jahren in unserer Stammkneipe kennengelernt – und seitdem viele verschiedene Dinge unternommen. Von Feierabendbier über spontanen Urlaub und gemeinsamer Arbeit an seiner Wasser-NGO WeWater bis hin zu Fototouren durch die Kieze und schlussendlich einem gemeinsamen Büro war alles dabei. Minth war ein logischer nächster Schritt für uns beide, um uns mit unserem liebsten Nebenverdienst zusammenzuschließen.

Hast du Lieblingsmotive?

Alle Momente, in denen Geometrie, Menschen und Licht aufeinander treffen.

Gibt es ein Genre, das du schon immer mal ausprobieren wolltest?

In meiner redaktionellen Arbeit habe ich viel zu Klima und Fair Fashion gearbeitet. Editorial und (fair) Fashion Shoots würden mich also interessieren.

In welchem Berliner Bezirk bist du am liebsten mit Kamera unterwegs?

Als gebürtige Berlinerin fällt es mir nach diesen vielen Jahren in der Stadt noch immer nicht schwer, Gegenden neu zu entdecken. Einfach auch deshalb, weil sich natürlich auch mein persönlicher Geschmack und Stil mit den Jahren verändert hat und man deshalb die gleichen Bezirke durch andere Augen sieht. Ich mag die Ecke, an der Mitte auf Kreuzberg trifft, weil’s von Publikum, Stimmung und Architektur einfach ‘ne spannende Mischung ist. Und ich spaziere total gern durch Lichtenberg und Marzahn, na klar, auch wegen der Architektur. Auch das Hansaviertel bleibt ein Favorit.

Was war dein schönster Foto-Moment?

Ganz klischeeig würde ich vielleicht sagen: Immer, wenn sich Klient:innen über das Endprodukt freuen, oder sich Klient:innen bei mir melden und sagen, dass ich ihnen empfohlen wurde. Nie vergessen werde ich auch den vergangenen Sommer, als meine Wiener Fototouren mich aus dem Lockdown-Loch geholt haben.

 

 
Und dein peinlichster?

(lacht). Hier habe ich sogar eine konkrete Anekdote parat. Ich war in Tansania und habe drei Tage lang auf einer Biobaumwollfarm für einen Artikel Interviews geführt und Bilder geschossen. Leider hatte ich mir zwei Tage vorher den Magen verdorben. Völlig müde und erledigt kam ich dann bei den riesigen Baumwollspeichern an, kletterte hinauf, um Fotos zu machen und kam gar nicht recht wieder runter, so weich war alles, da die Baumwolle natürlich total unter den eigenen Füßen nachgibt. Beim Auf- und Abstieg brauchte ich also Hilfe. Nicht mein stolzester Moment – die Fotos sind aber den Umständen entsprechend tatsächlich ganz gut geworden.

Gibt es einen Fototrend, den du so gar nicht verstehst?

Teal & Orange! Bin mal allen Fotograf:innen entfolgt, die die Sättigung in türkis und orange übertrieben haben. Türkise Himmel – why??

Beschreibe zum Schluss deinen Stil in drei Worten und zeige Beispiele dafür:

Minimalistisch, moody und ästhetisierend. Letzteres klingt ein wenig abgehoben, dabei bin ich eigentlich recht locker unterwegs. Aber so wurden meine Bilder des Öfteren schon beschrieben – sie machen sich also wohl recht gut als Prints an Wänden. 🙂

 

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