Blog

Für einen Termin war ich im Oktober in Rheinland-Pfalz unterwegs. Der war mitten im wunderschönen Nirgendwo, genauer gesagt an der Lahn in der Nähe von Limburg. Die Landschaft dort lädt dazu ein, die Kamera auszupacken; da ich zwei Jahre zuvor schon mal hier war, wusste ich das und nahm sie auch mit. Zusammen mit einem Kollegen entschieden wir uns, am nächsten Morgen die Gelegenheit zu nutzen, vor der Heimfahrt ein bisschen die Umgebung zu erkunden. Mit meinem kleinstmöglichen Foto-Equipment für größtmögliche Anwendung™, namentlich meiner Fujifilm X-T4 mit Standard-Zoomobjektiv 18-55mm, ging’s also auf einen kurzen Abstecher ab vom Bahnhof. Gesättigt vom Katerfrühstück im Hotel – eine alte Zwetschge weniger am Vortag hätte es auch getan – machten wir uns auf den Weg zur Schaumburg, die sich vom Lahn-Tal aus etwas weiter oben auf dem Berg befindet.

Nebel auf dem Berg

Das klare Wetter vom Vortag – an dem ich das Titelbild oben fotografierte – verschwand und wich einer bedrückenden Nebeldecke.

Ein extrem nebliger Herbstmorgen machte die Autofahrt schon zum Erlebnis – doch die Bilder waren es wert. Der Nebel fraß sich in die mit ihren dunklen Mauern schon bedrohlich wirkende Schaumburg hinein. Bei angenehm-kühler Herbstfrische und einer Sichtweite von gefühlten 15 Metern stapften wir also zum Schloss. Leider wird sie zur Zeit renoviert – für einen Besuch muss ich ein anderes Mal wiederkommen. Doch auch von außen macht sie, selbst vor dieser düsteren Herbst-Apokalypse-Kulisse, einiges her.

Schon das Tor mit dem Wärterhäuschen gibt mir gruselige Frankenstein-Vibes – oder Bond-Villain-Versteck aus den 60ern?

Der Blick durch das Gittertor offenbart ein altes Fachwerkhaus, das so auf dem Wikipedia-Artikel zur Burg auch zu finden ist. Mit dem Unterschied, dass dort schönstes Wetter ist und auch keine schwarze Katze randomly durch mein Bild streift.

Nebel im Tal

Wenige hundert Meter weiter, unten im Lahn-Tal, war die Sicht wieder ein bisschen besser. Wie sich die Nebelwolken in den Baumkronen über dem Fluss verfestigten, war dennoch ein schönes, ruhe-ausströmendes Spektakel. Und, ja; der wenige Autoverkehr und die generelle Stille haben mir auch ganz gut getan. Als Großstadtmensch merkst du den Unterschied sofort.

Stille Wasser…
… dunkle Wälder

Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, wenn ich mal mehr Zeit habe um die Region und den Westerwald zu erkunden. Bei gutem Wetter oder zu einer anderen Jahreszeit sieht die Szenerie auch ganz anders aus. Wart ihr schon mal in der Gegend unterwegs? Sollte Nebelfotografie ein Ding werden? Erzählt es mir in den Kommentaren.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare